Rich snippets: Mikroformate für reviews

Mikroformate definieren Klassen die bei beliebige HTML-Tags verwendet werden, um Maschinen semantische Informationen mitzuteilen. Unter der verschiedenen Möglichkeiten dieses Ziel zu erreichen, haben Mikroformate den Vorteil, dass sie keine Änderung der HTML-Spezifikation darstellen, sondern nur existierende Artefakten verwenden und weiter spezifizieren.

Es gibt verschiedene Mikroformate, um viele verschiedene Arten von semantischen Informationen zu kodieren:

  • Adressen
  • geographische Koordinaten
  • Atom-Informationen
  • Dienste bzw. Produkt-Listen
  • Media-Informationen
  • Nachrichten
  • Rezepte
  • Lebensläufe
  • Reviews von Dienste bzw. Produkte
  • Und noch mehr…

Ein verbreiteter Beispiel davon ist der hCard-Mikroformat. Mit einem schönen CSS-Stylesheet könnte folgendes gut aussehen:

Es ist zwar für Menschen verständlich aber für Maschinen schwierig zu interpretieren. Mit dem hCard-Mikroformat würde man diese Kontaktdaten so kodieren:

Es sieht dann für den Benutzer genau so aus, wie der Code davor:

Henri Benoit

amazingweb GmbH

Ölmühlweg 37
Königstein, Hessen, 61462
Deutschland
+49 6174 297365

;

Aber alle enthaltene Daten können maschinell verabeitet werden. Google versteht dann folgendes:

hcard
fn: Henri Benoit
person-name:
family-name: Benoit
given-name: Henri
org:
organization-name: amazingweb GmbH
adr:
street-address:
Ölmühlweg 37
Königstein, Hessen, 61462
Deutschland
locality: Königstein
region: Hessen
postal-code: 61462
country-name: Deutschland
tel:
value: +49 6174 297365
email:
value: hb@amazingweb.de
url:

Mikroformate werden auch von Google verwendet, um Suchergebnisse sinnvoller darzustellen. Wenn man z.B. nach einem Produkt sucht und es such Ergebnisse aus Webseiten gibt, wo Kunden auch Reviews abgeben können, und diese Daten mit Mikroformate kodiert werden, kann Google gleich die Note die vergeben wurde mit anzeigen und auch sagen, dass X Personen eine Note abgegeben haben. Es sieht dann in den Suchergebnisse so aus:

In diesem Beispiel sieht der HTML-Code so aus:

Wie ein Mikroformat später bei Google aussehen wird, kann auf dieser Seite sehen. Da kann man entweder eine URL eingeben, wenn die Seite schon auf Internet sichtbar ist oder einfach HTML-Code eingeben.

Um Mikroformate zu verwenden muss man folgendes tun:
Beim Tag der die ganze Daten enthält, muss man eine spezielle Klasse verwenden, die dann sagt, was für ein Mikroformat verwendet wird, z.B.:

oder:

hreview-aggregate ist der Mikroformat für konsolidierte Review-Ergebnisse. vcard der Mikroformat für Kontaktdaten.
Man sieht oben, dass es keine Rolle spiel was für ein HTML-Tag verwendet wird. Natürlich macht es eigentlich nur Sinn Tags zu verwendet die Containers sind (wie div oder span).

Zusätzlich werden alle interpretierbaren Daten einzeln mit einer definierten Klasse markiert z.B. bei hreview-aggregate:

  • item für den Produkt selbst. item wird als Container verwendet und kann folgendes noch enthalten:
    • fn für den Name des Produktes
    • url für die Webadresse
  • rating für die Bewertung. rating wird als Container verwendet und kann folgendes noch enthalten:
    • average für die durchschnittliche Bewertung
    • best für die bestmögliche Bewertung
    • worst für die niedrigste Bewertung
  • votes für die Anzahl von abgegebenen Noten
  • count für die Anzahl von Reviews
  • photo kann auch verwendet werden, um ein Bild des Produktes zu zeigen
  • summary für die Zusammenfassung der Reviews

Man sollte auch beachten, dass wenn man count statt votes verwenden, sollte man theoretisch auch danach alle Reviews auflisten. Es führt aber anscheinend bei Google nicht zu Probleme.

Man kann nicht alle Daten die mit Mikroformat markiert werden in den Suchergebnisse sehen aber es macht trotzdem Sinn sie zu machen, weil sie dann bei anderen Anwendungen sichtbar sind.

18. Dezember 2012

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